Urlaubsland Deutschland

Frauenkirche in München vor den Alpen Bild vergrößern Frauenkirche in München vor den Alpen (© dpa)

Deutschland als Reiseland wird für viele ausländische Gäste immer attraktiver.  2007 wurden 55 Millionen Übernachtungen internationaler Besucher gezählt, das waren sogar noch mehr als im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.  Die meisten Gäste kamen übrigens aus den Niederlanden, gefolgt von den USA und Großbritannien.  Zieht es auch die meisten Ausländer in die deutschen Städte, allen voran die Hauptstadt Berlin, so werden doch auch die klassischen deutschen Urlaubslandschaften international immer beliebter.

Ein kleiner Überblick:

Bayern ist unbestritten die Urlaubsregion Nummer eins in Deutschland. München und das Hofbräuhaus, die bayerischen Alpen und Seen, die Schlösser Ludwigs des II., Nürnberg und sein Weihnachtsmarkt, Bayreuth und die Wagner-Festspiele sind Besuchermagneten. Doch die Tourismusbranche lässt sich immer Neues einfallen.  «Wandern auf dem Maximiliansweg» gehört dazu. Der 360 Kilometer lange Weg folgt den Spuren des Bayernkönigs Maximilian II., der dort im Sommer 1858 unterwegs gewesen sein soll, und führt am nördlichen Alpensaum von Lindau über Sonthofen und Füssen bis nach Berchtesgaden. Etwa weiter nördlich können Wanderer auf dem Limeswanderweg den Spuren der alten Römer folgen. Römische Thermen wurden freigelegt, Türme und Kastelle rekonstruiert.

Strandkörbe im Seebad Ahlbeck auf der Ostsee-Insel Usedom Bild vergrößern Strandkörbe im Seebad Ahlbeck auf der Ostsee-Insel Usedom (© picture-alliance / dpa)

Nord- und Ostsee: Gleich drei Bundesländer teilen sich den Küstensaum in Deutschlands Norden: Niedersachen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.  Letzteres, mit der größten deutschen Insel Rügen,  verzeichnet seit Jahren die höchsten Zuwachsraten. Doch auch insgesamt liegt «Urlaub im Norden» derzeit im Trend. Ausländer staunen über die typischen Strandkörbe, mit denen sich die Badegäste vor dem Wind , Regen und Sonne schützen.  Hier liegt aus Deutschlands ältestes Seebad Heiligendamm, das 2007 durch den Gipfel der G8 weltberühmt wurde. Deutschlands berühmteste Insel ist übrigens nach wie vor Sylt an der Nordsee, die sich trotz steigender Besucherzahlen den Ruf als Refugium der Reichen und Schönen bewahrt hat. Für Radfahrer gibt es neuerdings den «Wikinger-Friesen-Weg» über 180 Kilometer von Maasholm an der Ostsee nach St.Peter-Ording an der Nordsee. 

Ehemalige Klosterkirche von St. Peter im Schwarzwald Bild vergrößern Ehemalige Klosterkirche von St. Peter im Schwarzwald (© dpa)

Schwarzwald und Bodensee: Die Blumeninsel Mainau gehört mit einer Million Gästen zu den beliebtesten Reisezielen in Deutschland. Schon im Frühjahr sprießen im milden Bodensee-Klima Millionen von Blumenzwiebeln. Im Sommer sitzen Besucher unter Palmen und Mammutbäumen, bis in den späten Herbst locken Rosen und Dahlien. Geschaffen hat  dies der 2004 im Alter von 95 Jahren gestorbene schwedische Graf Lennart Bernadotte, der 1932 auf die Insel kam. Nicht weit von Deutschlands größtem Binnensee liegt der Schwarzwald mit malerischen Seen und Wäldern. Eine neue Mountainbike-Route bietet 15 000 Höhenmeter, die bewältigt werden wollen. Und wer es weniger anstrengend mag: Um den Kaiserstuhl am Oberrhein wachsen einige von Deutschlands besten Weinen.

Das Rheintal: Als wichtige Verkehrsader zwischen Nord und Süd hat der Rhein seit Jahrtausenden Bedeutung. Davon zeugen Städte, Burgen und Schlösser an seinen Ufern. Seit 2002 zählt das romantische Obere Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz zum Weltkulturerbe der UNESCO. Für Wanderer ist ein Netz von „Traumpfaden“ in der Region geschaffen worden. Größter Besuchermagnet am steilen Ufer bei St. Goar: Die Loreley, ein Felsen mit atemberaubender Aussicht, den der Dichter Heinrich Heine unsterblich gemacht hat: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ...“  Im Sommer locken historische Märkte, Burgfestspiele und Ritterturniere zu einer Zeitreise ins Mittelalter.

Dresden und das Elbtal: Frauenkirche, Semperoper,  Grünes Gewölbe - nach der aufwändigen Restaurierung der größten Sehenswürdigkeiten hat Dresden mehr Besucher als je zuvor.  Aber es gibt noch viel mehr zu erleben: Filmnächte am Elbufer, Picknick mit klassischer Musik, das 10. Dresdner Stadtfest vom 15. bis zum 17. August , eine Kinder-Rallye auf den Spuren des Schriftstellers Erich Kästner - und die Möglichkeit zu herrlichen Ausflügen in die Umgebung.  Das Weinland Sachsen ist zu neuer Blüte gelangt. Die rund 55 Kilometer lange Sächsische Weinstraße zwischen Pirna und Dießbar-Seußlitz passiert altehrwürdige Winzerhäuser und prunkvolle Schlösser. In Pirna, wo die Elbe das Elbsandsteingebirge verlässt, locken der historische Marktplatz, die Marienkirche und ein Canaletto-Haus. Nicht weit ist es nach Meißen, wo die Staatliche Porzellanmanufaktur zu den großen Attraktionen der Region zählt.

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