Entwicklungszusammenarbeit mit Madagaskar

Deutschland zählt zu den wichtigsten Kooperationspartnern für die Entwicklungsziele Madagaskars und steht hinter Frankreich und den USA an dritter Stelle der Geberländer. Seit 1962 erhielt Madagaskar 366 Mio. Euro Entwicklungshilfe von deutscher Seite. Weitere 34,5 Mio. Euro wurden bei den Regierungsverhandlungen vom 17. - 19. April 2007 in Bonn/Berlin für die Jahre 2007/08 zugesagt. Deutschland stellt zudem über die EU und multilaterale Organisationen weitere Finanzmittel für die Entwicklung Madagaskars zur Verfügung.

Wegen der politischen Krise wurden die Regierungsverhandlungen verschoben, derzeit werden nur zielgruppenorientierte laufende Vorhaben fortgeführt.

Die deutsche Entwicklungshilfe ist abgestimmt auf die Ziele des MAP („Madagascar Action Plan“), der madagassischen Entwicklungsstrategie für die Jahre 2007-2012, um eine gezielte Förderung und eine optimale Zusammenarbeit mit der madagassischen Seite sicherzustellen.

Das Schwerpunktthema der deutschen EZ lautet „Umweltschutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“.


Die Arbeit der EZ verknüpft langfristig wirkende Schutzmaßnahmen der Ökosysteme (primär Finanzielle Zusammenarbeit - KfW) mit Maßnahmen zur Stärkung von Akteuren und Entwicklung von Methoden im Bereich des nachhaltigen  Ressourcenmanagements (primär Technische Zusammenarbeit – GIZ).


Bereits anlässlich der Regierungskonsultationen im Jahr 2006 wurde eine regionale Schwerpunktsetzung auf den Nordosten und den Südwesten des Landes vereinbart, um die Wirksamkeit und Effizienz der deutschen Entwicklungshilfe zu optimieren. 

Die deutsche EZ ist auch in HIV/AIDS-Bekämpfung engagiert.

Kleinstprojekte

Die Botschaft hat darüberhinaus die Möglichkeit, mit den sogenannten Kleinstprojekten der Entwicklungszusammenarbeit flexibel und schnell Projekte zu fördern, die der Verbesserung der Lebensumstände der ärmsten und armen Bevölkerungsschichten dienen.